Profis sind begeistert von Amateur-Spitzenspiel

RP Online, 25. November 2019

Die Spitzenpartie der TTC Champions zog rund 100 Zuschauer in die Halle – darunter auch bekannte Gesichter aus der Sportart.

Nur das Ergebnis in der Halle an der Bernburger Straße stimmte nicht, um das Spitzenspiel in der 3. Tischtennis-Bundesliga für die Spieler und die Fans des Rangdritten TTC Champions zu einem perfekten Ereignis werden zu lassen. Da hatte der verlustpunktfreie Spitzenreiter Hertha BSC Berlin nach gut zwei Stunden Gesamtspielzeit ganz klar mit 6:0 die Nase vorn.

Begeistert waren die rund 100 Zuschauer, die nicht nur aus Düsseldorf in die Halle nach Eller gekommen waren, trotzdem, denn sie bekamen tolle und lange Ballwechsel geboten. So konnten sich die Verantwortlichen des Aufsteigers aus dem Süden der Landeshauptstadt auch über das ehrlich gemeinte Kompliment von Evgenui Fadeev, der wie Borussias Nationalspieler Ricardo Walther die Partie von der dicht gefüllten Tribüne aus betrachtete, freuen. „Für Drittliga-Verhältnisse war das Spitze“, bescheinigte der Akteur vom Tischtennis-Zweitligisten Borussia Dortmund den Spielern um Mannschaftskapitän Dominik Halcour.

Vermutlich wäre ein besseres Resultat möglich gewesen, wenn die Nummer eins der Düsseldorfer, Aleksandar Karakasevic, einsatzfähig gewesen wäre. Doch der 128. der Weltrangliste musste erneut wegen seiner Schulterverletzung nach einem Unfall mit einem E-Roller passen. „Wir mussten so schon mächtig kämpfen, um hier zu gewinnen. Glück für uns war, dass Krakasevic nicht aufschlagen konnte“, meinte der Berliner Nationalspieler Philipp Floritz.

Dass die Gäste aus der Bundeshauptstadt ihren Gegner bereits im Vorfeld der Partie ernst genommen hatten, bewies auch ihre Mannschafts-Aufstellung. Zum ersten Mal traten sie in Bestbesetzung an, also auch mit dem Brasilianer Danilo Toma. Wie stark der erklärte Aufstiegsfavorit aus Berlin ist, bewies er einen Tag später erneut, als er beim Mitfavoriten Union Velbert ebenfalls klar mit 6:1 gewann. Dem Fazit von Teamchef Frank Müller war wegen der deutlichen 0:6-Niederlage seines TTC nichts von Unzufriedenheit anzumerken. „Gratulation an die Berliner, die verdient gewonnen haben. Zum Ehrenpunkt für uns fehlte einfach ein bisschen Glück. Alle haben gekämpft und ihr Bestes gegeben. Viele der Besucher haben gesagt, dass sie wiederkommen wollen. Das ist auch ein Kompliment an uns und Werbung für uns und unseren Sport.“

Nicht nur das sportliche Geschehen an den Spieltischen gefiel den Zuschauern. Vielmehr war es auch der gelungenen Rahmen der gesamten Veranstaltung. Der Gastgeber hatte die Veranstaltung zum „Spieltag der Trikot-Sponsoren“ ausgerufen. So wurde kein Eintrittsgeld erhoben, sondern um eine Spende für die „action medeor“ (Notapotheke der Welt) gebeten. TTC-Geschäftsführer Arno Einck hatte zuvor das Medikamenten-Hilfswerk in Tönisvorst besucht und war von dessen Zielsetzung beeindruckt gewesen.

Ex-Borusse Torben Wosik freute sich nicht nur über das sportliche Event: „Es ist schön, mal wieder in Düsseldorf zu sein und etwas von der Stadt zu sehen. Es ist unglaublich, wie sich Düsseldorf zum Positiven verändert hat.“

Nächste Spiele: 30.11. – SC Buschhausen – TTC Champions; 7.12. – TTC Champions – TTC Lampertheim

 

Profis sind begeistert vom Amateur-Spitzenspiel in Düsseldorf