Tischtennisspieler Walleit stirbt mit 87 Jahren

RP Düsseldorf, 30. Mai 2020

Wenige Tage vor seinem 88. Geburtstag ist Dieter Walleit verstorben. Den gebürtigen Düsseldorfer kann kein Ausdruck besser als „Multi-Sportler und Vorbild-Ehrenamtler“ charakterisieren. Nach seiner Heimkehr aus dem 2. Weltkrieg absolvierte er eine Lehre als Maschinenschlosser und bewies schon bald bei seinem ersten Verein Polizei SV sein Talent für den Sport. Judo, Skifahren und Tischtennis waren seine ersten Disziplinen. Für Schwierigkeiten so kurz nach Ende des Krieges fand er häufig Lösungen. So bastelte er aus alten Türfüllungen Ersatz für fehlende Tischtennis-Platten. Er selbst erreichte als Abwehrspieler Landesligastärke. Seine Fähigkeiten gab er zu beginn der 1960er-Jahre als Jugendtrainer im Tischtennis und im A-Jugendfußball weiter. Bezirksmeisterschaften und die WTTV-Meisterschat im Doppel im Tischtennis, sowie das Erreichen des Stadtpokal-Finales im Fußball jeweils mit Mannschaften der DJK Rheinland Wersten belegen seine Erfolge. 1970 gründete er mit einigen Freunden den TTC Schwarz-Gold Wersten, der im Bunker-Dachgeschoss an der Burscheider Straße seine erste Heimat fand. Der neue Verein wurde schnell zu einer Größe in der NRW-Landeshauptstadt – im Damen-, Herren-, vor allem aber Nachwuchsbereich. Nach sechs Monaten gab er den Vorsitz ab und konzentrierte sich auf die Arbeit als Trainer, Coach und Sportwart. Bis zum Ende der 90er-Jahre war er „der Mann für alles”, fungierte bei der SG Wersten als Vorsitzender und agierte viele Jahre als Hallenwart.

Seine Tischtennis-Schüler schwärmen noch heute von Walleits Gesangs-Talent, mit dem er manche weite Fahrt zu Auswärtsspielen kurzweilig gestaltete. Der Träger der Goldenen Ehrennadel des WTTV war auch maßgeblich an der Fusion von Schwarz-Gold und der TTG Reisholz zum TTC Champions beteiligt. Der Fusionsklub wurde mit 17 Mannschaften zum größten Tischtennis-Klub Düsseldorfs. Walleit wurde als Vereinsgründer zum Ehren-Vorsitzenden erklärt. Mit ihm verliert Düsseldorf einen Sportler und Ehrenamtler, wie er heute im Sport nicht mehr häufig zu finden ist.